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Riester Rente Steuererklärung 2019

Wer sich für den Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge über die Riester Rente entschieden hat, lässt sich die Zusatzrente auf zwei Wegen fördern: Steuervorteile und die Riester Zulagen. Allerdings sind Riester Rente & Steuererklärung keine Themen, die sich einfach im Vorbeigehen erledigen lassen. Aufgrund ihrer besonderen Stellung gibt es bei der staatlich geförderten Altersvorsorge einige Punkt zu beachten. Gerade die Riester Günstigerprüfung versteht nicht jeder Laie auf Anhieb.

Riester Rente Steuererklärung – Ein kurzer Überblick:

  • Steuervorteil nur bei unmittelbarer Zulagenberechtigung
  • Höchstbetrag nach § 10a EStG bei 2.100 Euro p.a.
  • Beitrag auf Vertragskonto ist Sonderausgabe
  • Finanzamt führt Günstigerprüfung automatisch durch
  • Riester Rente Steuer Berechnung wird nicht erläutert
  • Erstattung nur bei höherem Steuervorteil
Achtung: Damit Ihnen ein korrekter Vergleich aktueller Riester-Tarife zur Verfügung erstellt werden kann, ist die korrekte Eingabe aller Daten unbedingt notwendig.

 

1. Riester Rente Steuer: Zulage vs. Steuervorteil

Steuern im KleingedrucktenEigentlich könnte die Riester Rente so einfach sein. Haushalte schließen einen Vertrag ab, zahlen jeden Monat eine Sparrate ein – und lehnen sich einfach zurück. Die Praxis sieht leider vollkommen anders aus. Wer heute mit der geförderten Rente riestert, kann den Vertrag nach der Unterschrift nicht einfach beiseite legen.

Der Gesetzgeber will mit Hilfe der Riester Förderung einen Anreiz zum Sparen schaffen. Umsonst gibt es den „Bonus“ aber nicht. Grundsätzlich besteht die Förderung aus zwei Elementen. Bekannt sind:

  • Grundzulage
  • Riester Kinderzulage

Letztere beträgt für Kinder, die ab 2008 geboren wurden, 300 Euro p.a., für älteren Nachwuchs gibt es 185 Euro im Jahr. Die staatliche Grundzulage beläuft sich auf 154 Euro jährlich.

Wichtig: Zulagen und der Steuervorteil über die Riester Rente in der Steuererklärung – so sieht das Idealbild von der Riester Förderung aus. Die Praxis ist etwas nüchterner. Es gilt ein Doppelförderungsverbot – weshalb es nur Altersvorsorgezulage oder Steuergeschenk gibt.

Riesternden zahlt der Staat bzw. die zuständige Behörde Altersvorsorgezulagen nicht automatisch aus. Wird es versäumt, den Zulagenantrag zu stellen – gibt es keine staatliche Förderung. Der Dauerzulagenantrag entlässt den Sparer nur zum Teil aus der Pflicht. Veränderungen – wie ein Lohnplus – sind anzuzeigen. Andernfalls werden die Zulagen gekürzt.

Und auch den Riester Steuervorteil gibt’s nicht automatisch obendrauf. Jeder Riesternde muss schon selbst dafür sorgen, dass in der Steuererklärung Riester Rente Gutschriften auftauchen. Mit dem Einreichen der Steuererklärung übernimmt das Finanzamt alles Weitere. Hat man alles richtig eingetragen, ist durchaus auch mit einer Steuererstattung zu rechnen.

2. Steuererklärung: Die Riester Rente richtig angeben

SteuererklärungSteuererklärung + Riester Rente – nicht unbedingt die einfachste Kombination. Gerade die Tatsache, dass nur eine der beiden Fördervarianten in Anspruch genommen werden kann, sorgt für Verunsicherung. Wie setzten Riestersparer die Beiträge in der Steuererklärung korrekt an?

Eines vorweg: Da sich jedes Jahr hier und da Änderungen im Steuerrecht ergeben, besteht natürlich die Gefahr, dass hiervon auch der Abzug für die Sonderausgaben für die Riester Rente Steuererklärung betroffen ist. Aber nach aktuellem Stand 2019 ist für den Abzug die Anlage AV maßgeblich.

Anlage AV für Steuerjahr 2019 im Überblick:

  • Zeile 1 bis 5: Angaben zur Person des Steuerpflichtigen
  • Zeile 6 bis 9: Angaben zu den Riesterverträgen/AV-Beiträgen
  • Zeile 10 bis 20: Angaben zur Zulagenberechtigung und den Einkünften
  • Zeile 21 bis 24: Angaben zu Kindern
Wichtig: Bei den Angaben, die hinsichtlich des Einkommens zu machen sind, wird für die Steuererklärung 2019 nach Einkünften aus dem Vorjahr gefragt. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Bemessung des Mindesteigenbetrags auf Basis des rentenversicherungspflichtigen Einkommens aus dem Vorjahr erfolgt.

Der Höchstbetrag für die Förderung über die Steuererklärung liegt bei 2.100 Euro je Steuerjahr. Diese Summe wird über § 10a EStG (Einkommenssteuergesetz) festgelegt. Hier muss jeder Haushalt mit einem oder mehreren Riestersparern zwei wichtige Punkte beim Thema Riester Rente + Steuererklärung beachten.

  • Steuervorteil und Zulagenberechtigung: Zulagen können unmittelbar Begünstigte und deren (eigentlich nicht förderfähigen) Ehepartner in jeweils eigenen Verträgen in Anspruch nehmen. Der Riester Rente Steuervorteil ist allerdings an die unmittelbare Zulagenberechtigung geknüpft. Ist man mittelbar begünstigt, wird einem dieser Vorteil über das EStG verwehrt.
  • Höchstbetrag 2.100 Euro p. a.: Der Höchstbetrag bedeutet nicht, dass 2.100 Euro an Einzahlungen auf das Vertragskonto geltend gemacht werden können. Nach § 10a EStG setzt sich der Sonderausgabenabzug aus den Beiträgen und dem Zulagenanspruch zusammen. Bei einem Alleinstehenden wirken sich somit 1.946 Euro p. a. Riesterbeitrag pro Jahr aus.

3. Auszahlung: Besteuerung der Rente

AuszahlungDer Blick richtet sich heute gern zuerst auf die Steuervorteile der Riester Rente. Letztere kommen gerade Besserverdienern zugute, die nur begrenzt Zulagen beanspruchen. Dieser Aspekt verstellt den Blick darauf, dass Riester Rente, Steuer und Altersvorsorge nicht nur in der Sparphase aufeinander treffen.

Gerade die steuerrechtliche Behandlung der geförderten Altersvorsorge nach Beginn der Auszahlungsphase wird gern vergessen. Grundsätzlich greift an dieser Stelle die sogenannte nachgelagerte Besteuerung. Im Kern geht es hier darum, dass der Steuerpflichtige auf den Altersvorsorgebeitrag in der Sparphase keine Steuern zahlt (diese vom zu versteuernden Einkommen abzieht). Deren Besteuerung wird in der Auszahlungsphase allerdings nachgeholt.

Damit ist die Besteuerung de facto nur verschoben. Im Zusammenhang mit der Riester Rentenversicherung gelten hier einige besondere Aspekte. Ähnlich der Basisrente wird nicht nur der Ertragsteil der Besteuerung unterworfen – sondern die gesamte Rente. Aus Sicht des Sparers wird der im Allgemeinen niedrige Steuersatz im Alter zum Vorteil – da die Steuerbelastung im Vergleich zur Sparphase sinkt.

4. Alle Fragen geklärt? Dann jetzt Riester Rente Angebot einholen!

Tarif im DetailDie Riester Steuererklärung gehört nur auf den ersten Blick zu den etwas komplexeren Aspekten der geförderten Altersvorsorge. Die Anlage AV ist eigentlich selbsterklärend und stellt keine große Hürde dar. Riestersparer sollten wissen, dass der Steuervorteil bis zum Höchstbetrag ausgeschöpft werden kann – was sich gerade bei niedriger Förderung über die Zulagen auszahlt. Welches Potenzial hat die Riester Rente? Einfach alle Daten korrekt in den Riester Rente Vergleich eintragen – und anhand des personalisierten Ergebnisses die richtige Entscheidung für die Zusatzrente treffen.

5. Steuererklärung Riester Rente: Fragen & Antworten

Warum Beitragsfreiheit & den Verzicht auf den Steuervorteil genau überlegen?

Wo die Riester Rente nicht mehr ins Konzept passt, wird der Vertrag ruhend gestellt. Dieser Schritt spart Beiträge. Aber: Die Beitragsfreistellung kann zum Bumerang werden. Allgemein wird der Riester Rente ein umfassender Pfändungsschutz zugeschrieben. Entsprechend der Rechtsprechung müssen hierfür aber aktiv die Förderungen (Zulagen/Steuervorteil) in Anspruch genommen werden. Andernfalls entfällt der Pfändungsschutz und Gläubiger können das Rentenvermögen verwerten lassen.

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Muss die Altersvorsorgezulage vor Abgabe der Steuererklärung ausgezahlt sein?

Hier ist die Antwort klar: Nein! Das Finanzamt rechnet in der für den Riesternden entscheidenden Günstigerprüfung mit dem aus den Angaben abgeleiteten Zulagenanspruch. Unberücksichtigt bleibt, ob der Sparer diese bereits beantragt und in Anspruch genommen hat oder nicht. Der Vorteil: Die Steuererklärung und der Zulagenantrag können getrennt voneinander behandelt werden. Auf der anderen Seite werden Fristversäumnisse in Zusammenhang mit dem Antrag auf die Zulagen oder Korrekturen beim Dauerzulagenantrag für den Riesternden schnell teuer – und verschenken Potenzial.

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Macht sich der Steuervorteil auf dem Beitragskonto bemerkbar?

Im Gegensatz zu den Zulagen, die direkt auf das Vertragskonto des Riestersparers fließen, profitiert der Riestervertrag von dem Steuervorteil aus dem Sonderausgabenabzug nur indirekt. Der Grund: Ergibt sich im Rahmen der Günstigerprüfung, dass die Steuerförderung für den Riesternden günstiger ist, erstattet das Finanzamt den entsprechenden Betrag – oder mindert die Nachzahlung. Beides kommt dem Steuerpflichtigen direkt zugute. Die Einzahlung des Steuervorteils auf das Vertragskonto findet hingegen nicht statt. Aber: Der Riestersparer kann die Erstattung selbst in seinen Riestervertrag einzahlen.

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Wie werden ungeförderte Riester Renten heute besteuert?

Die Konzentration vieler Riesternden auf das Thema Steuererklärung + Riester Rente in der Ansparphase führt dazu, dass gewisse Aspekte nicht bekannt sind. So wissen nur wenige Haushalte, dass eine ungeförderte Riester Rente – zumindest im Steuerrecht – einige Vorteile bietet. Statt die komplette Auszahlung in der Rentenphase der Einkommenssteuer unterwerfen zu müssen, gelten hier die in § 22 EStG festgehaltenen Regelungen zur Ertragsteilbesteuerung. Damit kann, wenn der Rentenbezug nicht zum frühestmöglichen Zeitpunkt, sondern eher etwas später erfolgt, der steuerrelevante Anteil deutlich sinken.

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Auf welche Weise wird die Eigenheimrente später besteuert?

Wohn Riester ist in Bezug auf die nachgelagerte Besteuerung eine Herausforderung. Der Grund: Riestersparer erhalten hier nach Beginn der Rentenphase keine Einkünfte, da die Riester Förderung ja bereits in der selbstgenutzten Immobilie steckt. Um dennoch eine Besteuerung zu ermöglichen, werden die Fördersummen auf das Wohnförderkonto eingebucht. Die hierauf befindliche Summe kann gestaffelt bis zum 85. Lebensjahr versteuert werden – oder als Einmalzahlung mit einem Nachlass von 30 Prozent.

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Fazit: Mit der Riester Rente richtig bei den Steuern sparen

Riestersparer profitieren in erster Linie von den Zulagen. Diese Ansicht hält sich in den Köpfen vieler Haushalte nach wie vor hartnäckig. Aber: In der Steuererklärung Riester anzusetzen kann sich ebenfalls lohnen und mit der Anlage AV ist es einfach und übersichtlich. Denn der Gesetzgeber lässt über den Sonderausgabenabzug eine zweite Form der Riester Förderung zu. Pauschal lassen sich beide Varianten nur bedingt gegeneinander aufwiegen. Bei hohen Zulagen ist der Steuervorteil oft so niedrig, dass in der Günstigerprüfung die Zulagenförderung den Zuschlag erhält. Zu wissen, wie sich die geförderte Altersvorsorge in der Sparphase verhält, ist eine Seite der Medaille. Jedem Haushalt muss klar sein, wie sich die Riester Rente in der Auszahlungsphase verhält. Hier können ungeförderte Riester Rente & Steuererklärung für eine Überraschung gut sein.
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