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Riester Rente Ja oder Nein: Die Riester Falle umgehen

Auch 2018 hat die Riester Rente Kritik einstecken müssen – sowohl von Wirtschaft als auch Politik. Zu hohe Kosten, unrealistische Annahmen bei der Lebenserwartung und Intransparenz – diese Punkte sind immer wieder zu hören. Aber: Die staatlich geförderte Rente pauschal zu verurteilen und als schlechte Geldanlage zu bezeichnen ist falsch. Ob sich die Entscheidung auszahlt oder nicht, hängt vornehmlich davon ab, wie die Rahmenbedingungen aussehen. Und für welches der am Markt verfügbaren Riesterprodukte sich ein Haushalt entscheidet. Gerade durch die Riester Förderung entwickelt die Rente im Hinblick auf die Rendite ihre ganz eigene Dynamik.

Riester Ja oder Nein – Der schnelle Faktencheck:

  • Riester Rente existiert seit 2002
  • Förderung durch Zulage und Steuervorteil
  • Pro Riester ist hohe Kinderzulage
  • teure Produkte sind Kritikpunkt
  • Abschluss setzt eingehenden Vergleich voraus
Achtung: Damit Ihnen ein korrekter Vergleich aktueller Riester-Tarife zur Verfügung gestellt werden kann, ist die korrekte Eingabe aller Daten unbedingt notwendig.

 

1. Private Altersvorsorge: Riester Rente ja oder nein?

Hinter der geförderten Altersvorsorge – wie sie 2002 mit der Riester Rente entstand – steckt eigentlich eine gute Idee zur Geldanlage. Über die Riester Förderung vom Staat in Form der:

  • Grundzulage und
  • Kinderzulage

schafft die Politik einen Anreiz dafür, dass Haushalte etwas für ihre private Rente tun. Der Grund: Kurz nach der Jahrtausendwende wurde das Nettorentenniveau des Eckrentners so verändert, dass allein die gesetzliche Rentenversicherung nur noch bedingt finanziell Sorgenfreiheit garantiert. Die Gefahr vor der Altersarmut bringt die Sparer zum Nachdenken.

Privates Vorsorgen wird immer wichtiger

Speziell die Demografie hat in den letzten Jahren die Sozialversicherung unter Druck gesetzt. Durch die Altersvorsorgezulage und den Riester Steuervorteil, so das Kalkül, werden viele Sparer selbst aktiv. Und im Prinzip hat dieser Denkansatz auch 2018 nichts an seiner Gültigkeit verloren. Warum dann die Debatte rund um die Riester Rente? Es sind vor allen Dingen handwerkliche Fehler, die Experten stören. Und bei Verbrauchern für Verunsicherung sorgen.

Die Lesart der Kritiker sieht oft so aus, dass Haushalte von Riesterverträgen die Finger lassen sollen. Ein klares Nein zur geförderten Rente wird der tatsächlichen Situation aber nicht gerecht.

2. Riester Zulagen: Hier sind Familien klar die Gewinner

Ob sich ein Riester Vertrag unterm Strich rechnet, wird durch die persönlichen Rahmenbedingungen der Riesternden beeinflusst. Das Ziel ist ein umfangreiches Guthaben zum Auszahlungszeitpunkt. Letzteres speist sich aus:

  • Einzahlungen auf das Vertragskonto
  • Zulagen
  • Erträge aus dem Rentenvertrag

Gerade die Riester Zulagen sind an diesem Punkt interessant. Beispiel: Eine Familie mit zwei Kindern (Geburtsjahr 2010 und 2012) entscheidet sich zum Abschluss eines Riestervertrags. Beide Elternteile sind unmittelbar zulagenberechtigt, der Kindergeldbezug wird aufgeteilt. Im Ergebnis erhält die Familie allein durch die Zulagen bereits 908 Euro p. a.

Und die Zulage gibt es in dieser Höhe bis maximal zum 25. Geburtstag des 1. Kindes. Je nach Einkommenssituation fließen in die gemeinsame private Altersvorsorge also mindestens 1.028 Euro pro Jahr. Dieser Punkt spricht klar für die Riester Rente.

3. Riester Rente: Pluspunkt Steuervorteil

Eine zweite Möglichkeit an der Förderung beim Riestern zu partizipieren sind die Steuervorteile. Letztere speisen sich aus § 10a EStG (Einkommenssteuergesetz). Demnach kann ein Riester Sparer im Jahr maximal 2.100 Euro an Einzahlungen auf das Vertragskonto als Sonderausgabe geltend machen. Das ist eine gute Menge Geld.

Auf eine Ansparphase, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt, wird aus diesem Pluspunkt eine beachtliche Summe. Allerdings wird der Riester Rente Höchstbetrag um die Zulage gemindert. Damit ist dieses Feature der geförderten Rente interessant, wenn nur niedrige Zulagen in Anspruch genommen werden.

4. Riester Kontrapunkt: Die undurchsichtigen Gebühren

Zu den wesentlichen Kritikpunkten an der Riester Rente gehören die Kosten. Gerade Produkte wie Rentenversicherungen haben sich in der Vergangenheit als teuer und zunehmend renditeschwach erwiesen. Viele Riester Sparer sind anfangs überrascht, dass ihr Guthaben nicht wächst, sondern sich eher in die andere Richtung entwickelt.

Schuld ist das Zillmer-Verfahren, welches die Riester Rente Kosten auf die ersten fünf Beitragsjahre verteilt. Ebenfalls nicht unbedingt billig – aber im Gegenzug auf lange Sicht oft deutlich renditestärker – ist der Riester Fondssparplan. Wer bei den Gebühren auf Nummer sicher gehen will, wird sich die Banksparpläne zum Riestern anschauen müssen.

Kontra Riester Rente: Gelddruckmaschine und nachgelagerte Besteuerung

Die Riester Rente soll unteren und mittleren Einkommen bei der privaten Zusatzrente helfen. Das Problem: Die Produkte hierzu vertreiben Versicherungen und Banken. Berater haben natürlich ein Interesse daran, Geld zu verdienen.

Und daher muss jedem Verbraucher in Deutschland klar sein, dass die Angebotenen Riesterprodukte nicht immer das beste für den Kunden sind. Leider steht oft das Eigeninteresse von Versicherung und Berater im Mittelpunkt. Begünstigt wird diese Entwicklung durch teils komplexe Produkte – etwa beim Wohn Riester – und die fehlende Erfahrung der Sparer in Sachen Altersvorsorge.

Ein weiterer Aspekt betrifft den staatlichen Steuervorteil. Dieser verschiebt sich am Ende nur. Durch die nachgelagerte Besteuerung wird die geförderte Rente in der Auszahlungsphase besteuert. Das Ganze lohnt sich also nur, wenn der Steuersatz in dieser Phase niedrig ist.

5. Riester Rente: Ja oder Nein vom Gesamtpaket abhängig

Tarif im DetailDie Riester Rente pauschal „in die Wüste“ zu schicken, ist der falsche Ansatz. Es gibt durchaus Produkte, die überzeugen und von denen Riesternde später profitieren. Auf der anderen Seite existieren Tarife, welche das Ersparte eher vernichten.

Grundsätzlich muss die Entscheidung für oder gegen die staatlich geförderte Rente vor dem Hintergrund des Gesamtpakets fallen. Haushalte kommen am Riester Rente Test daher nicht vorbei. Glücklicherweise nehmen Verbraucherorganisationen, wie:

  • Verbraucherzentralen
  • Stiftung Warentest

den Markt regelmäßig unter die Lupe. Wer beim Thema Riester up-to-date bleiben will, muss diese Auswertungen einfach lesen.

Wichtig: Wie das Blatt gedreht und gewendet wird – die optimale Performance kann ein Riester Vertrag nur erreichen, wenn die Zulagen jedes Jahr beansprucht werden. Der Dauerzulagenantrag ist hier hilfreich, sollte allerdings nicht als Blankocheck gesehen werden.

6. Fragen geklärt? Jetzt personalisierten Vergleich anfordern!

Riester Rente – Ja oder Nein? Diese Frage kann niemand einfach aus dem Bauch heraus beantworten. Es kommt darauf an, alle Aspekte – also Konditionen und Lebensumstände – zu betrachten. Eines ist allerdings sehr wahrscheinlich: Wer sich nur auf die gesetzliche Rente verlässt, muss im Alter mit Problemen rechnen. Die geförderten Riester Verträge sind ein möglicher Ausweg. Und hier lässt sich das Potenzial abschätzen. Einfach alle Daten korrekt ins Formular eintragen – um einen personalisierten Riester Rente Vergleich anzufordern.

Fazit: Keine Entscheidung ohne Vergleich und Riester Test

Riester Rente ja oder nein – das Thema Sparen für die Altersvorsorge beschäftigt viele Experten und Haushalte seit Jahren. Mit den ersten Kritikern hat auch die Verunsicherung zugenommen. Wer sich fragt, ob und wann er einen Riester Vertrag abschließen soll, wird mit der Entscheidung letztlich allein gelassen. Aber: Sparen fürs Alter lohnt sich – wenn die richtigen Instrumente genutzt werden ist das Geld gut angelegt. Ein Riester Vergleich und die Testberichte sorgen dafür, dass unverhältnismäßig teure Riesterprodukte erst gar keine Chance haben auf dem Tisch zu landen.
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